Eine Stadtteilentwicklung: der Tilly-Park als Raum für Wohnen und Einzelhandel

Tilly Park

GESCHICHTE

Auf dem rund 120.000 qm großen Areal zwischen Schweinau und Großreuth wurden 1900 bis 1905 die Gebäude der Nürnberger Infanterie- und Artilleriekaserne errichtet. Dazu gehörten auch die Unterkünfte und das Pferdelazarett hinter der sogenannten Schweinauer Kaserne, in denen heute teilweise Senderäume des Bayerischen Rundfunks untergebracht sind. Von 1935 bis zum Kriegsende 1945 waren an der Gustav-Adolf-Straße ständig rund 800 Soldaten stationiert. Nach der Wiederbewaffnung kam 1956 ein Vorkommando der Bundeswehr nach Nürnberg. Daraus entstand dann das Transportbataillon 270. Als das Ende Nürnbergs als Garnisonsstadt vom Bundestag beschlossen war, wurde die Kaserne 1994 geschlossen.

UMSETZUNG

Aus einem ehemaligen Kasernengelände – Infanterie und Kavaleriekaserne des Königlich Bayerischen Regiments – ist im Tilly Park in den Jahren 2000 bis 2010 ein ganz neuer, lebendiger Stadtteil entstanden. Mit einer beispielhaften Projektentwicklung hat die alpha Gruppe die Idee von Arbeiten, Wohnen und Leben konzentriert an einem Ort neu interpretiert. Von einem Demenz-Zentrum der Diakonie Neuendettelsau, einem Altersheim, einem großen Polizei-Standort, dem Novina Hotel, bis hin zu einer neuen Wohnsiedlung wurde der alten Artilleriekaserne neues Leben eingehaucht.

BAUABSCHNITTE

Bereits im ersten Bauabschnitt wurde aus einem historischen Bestandsgebäude durch eine erfolgreiche Mischung aus Sanierung und neuer Architektur außergewöhnliches und modernstes Wohneigentum geschaffen, ein Prinzip welches im zweiten Bauabschnitt erfolgreich fortgeführt wurde. Teil der Projektentwicklung war ebenso die Umwandlung eines Kasernengebäudes in ein modernes 4-Sterne Hotel mit 131 komfortabel ausgestatteten Zimmern. Ein Wellnessbereich, großzügige Restaurant- und Frühstücksräume, Konferenzflächen und 70 PKW-Stellplätze ergänzen das Hotelangebot.

DETAILS

2/3 der Fläche wurden komplett geräumt und neu erschlossen, teilweise das ehemalige Kasernengebäude zu Mehrfamilienhäusern umgebaut. Neben großzügigen Freiflächen mit alleeartigem Charakter konnten attraktive Lebensbereiche für Familien im städtischen Wohnumfeld geschaffen werden. Es entstand darüber hinaus eine Kindertagesstätte, ein Demenzzentrum von nationaler Bedeutung, ein Nahversorgungszentrum und ein Hotel. Die markant lockere Bebauung, die teilweise Nutzung des alten Natur- und Baubestandes und eine durchdachte Infrastruktur haben hier etwas entstehen lassen, das schon jetzt beispielhaft für zukünftige Projekte dieser Art ist. Weg von bekannten Wohnsiedlungen hin zu einer ausgewogenen Flächennutzung, die das Wohnen und Arbeiten hier im Südwesten von Nürnberg lebenswert macht.

Eckdaten

Nutzungskonzept: Stadtteil Entwicklungskonzept und Erschließung als Melange aus Einzelhandel, Dienstleistung und Wohnen

Projektart: Revitalisierung einer Konversionsfläche

Erwerb: 2000

Status: Fertigstellung 2010

Grundstücksfläche: 120.000 qm

Nutzfläche: 20.000 qm Bestandsgebäude, 94.400 qm Wohnen & Arbeiten

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